PhilippMaderthaner
Folge #51. April 20204:45 Min

Folge 5 - Liegt in jeder Krise wirklich eine Chance?

Zusammenfassung

Krisen stellen Unternehmen vor existenzielle Herausforderungen, die je nach Ausgangslage unterschiedliche Handlungsoptionen erfordern. Fehlen Umsätze und Reserven, steht die Sicherung des Überlebens im Vordergrund, etwa durch staatliche Hilfen, Kurzarbeit oder Kostenreduktion. Verfügt ein Unternehmen jedoch über Spielraum, kann die Situation genutzt werden, um strategisch zu investieren, interne Strukturen zu stärken, Innovationen voranzutreiben und Zielgruppen besser zu bedienen. Dabei eröffnet die Verlagerung von Nachfrage in digitale Bereiche neue Chancen. Entscheidend ist die Perspektive: kurzfristiges Sparen kann langfristig Wettbewerbsnachteile erzeugen, während Investitionen in Mitarbeiter, Weiterbildung und Prozesse die Basis für gestärktes Wachstum nach der Krise schaffen. Vorrangig bleibt jedoch, die eigene Stabilität zu sichern, um anschließend auch anderen Akteuren in der Wertschöpfungskette Unterstützung bieten zu können.

Ob eine Krise Chance oder Bedrohung ist, hängt vom Spielraum ab.

  • Prüfe finanziellen Spielraum des Unternehmens
  • Nutze staatliche Hilfen bei akuter Not
  • Fokussiere auf Rettung bei existenzieller Gefahr
  • Denke an Chancen nur mit Reserven

Unternehmen können zwischen Sparen und Investieren unterschiedliche Wege wählen.

  • Reduziere Kosten nur bei Notwendigkeit
  • Investiere in neue Geschäftsfelder
  • Diene Zielgruppen besser als zuvor
  • Nutze digitale Umsatzmöglichkeiten

Frei gewordene Zeit kann für Innovation und Weiterbildung genutzt werden.

  • Investiere in Team und Weiterbildung
  • Stärke Innovationskraft des Unternehmens
  • Nutze Ressourcen für nachhaltige Projekte
  • Bereite dich auf Nachkrisenzeit vor

Kurzsichtige Kürzungen schwächen Unternehmen, langfristige Investitionen stärken sie.

  • Vermeide übermäßige Kürzungen
  • Halte Kapazitäten für steigende Nachfrage
  • Nutze Reserven für Stabilität
  • Richte Entscheidungen an Zukunft aus

Unternehmen müssen zuerst ihr eigenes Überleben sichern, bevor sie anderen helfen.

  • Setze eigene Rettung an erste Stelle
  • Nutze Metapher der Sauerstoffmaske
  • Hilf anderen erst nach Stabilisierung
  • Sichere Arbeitsplätze und Wertschöpfung
Nicht unbedingt. Wer ums Überleben kämpft, muss sich zuerst auf Rettung und staatliche Hilfen konzentrieren. Chancen entstehen nur, wenn Spielraum vorhanden ist.
Unternehmen ohne Reserven sollten Hilfen wie Kurzarbeit oder Rettungspakete nutzen, um Arbeitsplätze und die Existenz zu sichern.
Wenn finanzielle Reserven und Spielraum vorhanden sind, können Firmen die Zeit für Investitionen, Innovation und Weiterbildung nutzen.
Sinnvoll sind Investitionen in digitale Angebote, interne Weiterbildung, Innovation und Maßnahmen, die nach der Krise Wirkung entfalten.
Wer alles kürzt und Personal abbaut, steht bei steigender Nachfrage schlechter da als Unternehmen, die handlungsfähig geblieben sind.
Umsätze brechen in manchen Bereichen weg, verlagern sich aber oft in digitale Kanäle oder neue Themenfelder.
Zuerst muss das eigene Überleben gesichert werden. Erst danach können Unternehmen anderen helfen, etwa Mitarbeitern, Partnern oder Branchen.
Neben kurzfristigem Überleben geht es darum, Chancen zu erkennen, Spielräume zu nutzen und das Unternehmen für die Zeit danach zu stärken.