PhilippMaderthaner
Folge #235. August 202030:37 Min

Folge 23 - Special Guest Elisabeth Gürtler über Sacher, Opernball und Astoria

Zusammenfassung

Die Inhalte thematisieren die Führung traditionsreicher Hotel- und Kulturinstitutionen, den Umgang mit Authentizität und die Balance zwischen Tradition und Innovation. Zentrale Aspekte sind die Bedeutung von Identifikation mit dem eigenen Betrieb, die Notwendigkeit, historische Werte zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße Anpassungen vorzunehmen, sowie die Rolle von Selbstkritik und Marktbeobachtung. Veränderungen erfordern Fingerspitzengefühl gegenüber Mitarbeitern und Gästen, da beide Gruppen oft an Bestehendem festhalten. Investitionen werden als risikobehaftet, aber essenziell beschrieben, wobei Zahlenanalyse und Kostenkontrolle eine zentrale Rolle spielen. Der Führungsstil basiert auf Vertrauen, Freiheit und Eingreifen bei Problemen, ergänzt durch Präsenz und Sensibilität im Gästekontakt. Nachwuchsführungskräfte und Digitalisierung gelten als wichtige Impulse. Die Coronakrise verdeutlichte die Bedeutung von Flexibilität, Kreativität und Kurzarbeit. Langfristig wird eine klare Nachfolge, Begeisterung für Gastgeberrolle und die Fähigkeit, Authentizität mit wirtschaftlicher Stärke zu verbinden, als entscheidend betrachtet.

Gastfreundschaft basiert auf Freude, Authentizität und dem Schaffen von Wohlfühlmomenten.

  • Gastgeberrolle erfordert Freude und Begeisterung
  • Wohlfühlen der Gäste ist zentral
  • Erfolg bringt persönliche Erfüllung
  • Authentizität ist entscheidend

Tradition verlangt Bewahrung des Wertvollen und Anpassung an den Zeitgeist.

  • Tradition nicht unverändert belassen
  • Wertvolles bewahren und fortführen
  • Zeitgeistiges rechtzeitig anpassen
  • Selbstkritisch Trends prüfen

Veränderungen erfordern Beobachtung, behutsames Vorgehen und Überzeugung der Beteiligten.

  • Zuerst beobachten, nicht sofort ändern
  • Menschen behutsam überzeugen
  • Veränderungen stoßen auf Widerstand
  • Investitionen mit Optimismus angehen

Die Coronakrise brachte Herausforderungen, aber auch kreative Chancen für Hotellerie und Kultur.

  • Shutdown traf schwache Saison
  • Kurzarbeit sicherte Mitarbeiter
  • Frühe Wiedereröffnung war wichtig
  • Spontane Kulturaktionen stärkten Gästeinteresse

Unternehmerische Verantwortung erfordert pragmatisches Handeln, Beobachtung und klare Strukturen.

  • Verantwortung oft spontan übernommen
  • Rechnungswesen verbessern
  • Marktanalyse durch Hotelerfahrungen
  • Authentizität als Erfolgsfaktor

Nachfolge gelingt durch klare Übergabe, Vertrauen und Förderung junger Führungskräfte.

  • Kinder müssen Willen und Wissen haben
  • Klare Übergabe ohne Einmischung
  • Junge Führungskräfte bringen Enthusiasmus
  • Erfahrung und Digitalisierung verbinden

Führung basiert auf Freiheit, Eingreifen bei Problemen und intensiver Beobachtung.

  • Management by Exception anwenden
  • Freiheit für Abteilungsleiter geben
  • Bei Problemen detailliert eingreifen
  • Motivation durch Beobachtung schaffen

Zukunftsvisionen betonen Marktetablierung, Familiennachfolge und die Bedeutung des Gastgebers.

  • Marktetablierung nach Investitionen anstreben
  • Hohe Auslastung als Ziel
  • Kinder sollen Enthusiasmus entwickeln
  • Gastgeberrolle in Ferienhotellerie entscheidend

Das größte Kompliment eines Gastes ist die Ankündigung der Rückkehr.

  • Wiederkehr signalisiert Zufriedenheit
  • Authentizität schafft Bindung
  • Gastfreundschaft wirkt nachhaltig
Sie empfindet Freude daran, Gäste willkommen zu heißen, nicht aus finanziellen Gründen, sondern aus Begeisterung. Wenn sich Gäste wohlfühlen und zufrieden sind, macht sie das glücklich.
Das Haus ist 90 Jahre alt, wurde von einer Engländerin gegründet und war das erste Hotel in Tirol mit Hallenbad. Es entwickelte sich früh zum Treffpunkt des Jetsets und blieb stets innovativ.
Tradition bedeutet für sie nicht Stillstand, sondern das Bewahren von Wertvollem und das Anpassen an den Zeitgeist. Nur so bleibt ein Betrieb lebendig und erfolgreich.
Für sie ist Authentizität entscheidend. Gäste sollen spüren, dass das Haus echt ist und die Gastgeberin sich damit identifiziert, fast wie im eigenen Zuhause.
Sie beobachtet zunächst, ohne sofort Änderungen vorzunehmen. Erst wenn sie Abläufe versteht, beginnt sie behutsam Veränderungen einzuleiten und Menschen zu überzeugen.
Langjährige Mitarbeiter und Stammgäste reagieren oft skeptisch, da Veränderungen Umstellung und Energie erfordern. Viele Gäste wollen alles so behalten, wie sie es kennen.
Der Shutdown traf eine schwache Saisonzeit, was das Risiko minderte. Kurzarbeit half, Mitarbeiter zu halten. Sie öffnete früh wieder und setzte auf Optimismus und Eigeninitiative.
Die Nachfolger müssen Willen, Energie und Fachwissen mitbringen. Wichtig ist, ihnen freie Hand zu lassen, statt Kompromisse aufzuzwingen, damit sie ihre Ideen umsetzen können.
Sie setzt auf Management by Exception: viel Freiheit für Mitarbeiter, Eingreifen nur bei Problemen. Dann wird sie sehr detailgenau und fordert konsequent Verbesserungen ein.
Das schönste Kompliment ist für sie, wenn ein Gast sagt: „Ich komme wieder.“